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Keyboard != Keyboard04.06.2002Heute wollen wir uns den Eingabegeräten eines Rechners zuwenden. Ein Eingabegerät ist alles was ein Interface zwischen einem Menschen *der Vortragende mag ein Schaudern unterdrücken* und einer Maschine herstellt. Bereits seit Urzeiten dient für diesen Zweck mindestens eine Tastatur, Englisch Keyboard (gesprochen.: Kiiboord). Das Design eines solchen Tastenbrettes ist den guten alten Schreibmaschinen nachempfunden welche den Grundstein für ergonomische Tastenanordnungen legten – auch wenn es hier heute einige Abweichler geben mag (möge der große bsod sie alle hohlen *hüstel*). Tastenbretter dienen unterschiedlichen Zwecken, oftmals müssen sie auch für ein kleines Schläfchen herhalten, doch ist ihr Hauptzweck nach wie vor das Einspeisen von Input in eine Maschine. Ordentliche Tastenbretter zeichnen sich durch eine hohe Lebenserwartung, ein massives Gehäuse sowie jeglicher Verzicht auf „Unkrauttasten“ aus. Die Anzahl der vorhandenen Tasten varriiert von Brett zu Brett, hier gilt jedoch dass nicht die Menge der Tasten für die Qualität des Bretts verantwortlich ist. Ein durchschnittliches ausgewachsenes Brett besitzt so um die 100 Tasten, das ist viel mehr als zum Bleistift vergleichsweise eine simple Maus, ein weiters Eingabegerät welches wir ein andermal kennen lernen werden, aufbringen kann. Inzwischen werden auch immer häufiger kabellose Varianten gesichtet, zwar durchaus ein Wunder der Evolution aber keinesfalls ausgereift da häufig noch zu schwache Panzerung der empfindlichen Innereien. Viele Tastenbretter erleiden übrigens nicht den altersbedingten Tod sondern werden vorzeitig in den Ruhestand versetzt oder andersweitig aus der Buchse gerissen (Verweis.: Mord an einer Tastatur 1986 in New York durch einen Angestellten mittels einer Kaffeefüllung (dt.: lebensspendende Energie für Kohlenstoffeinheiten). Doch wenden wir uns den erfreulichen Aspekten eines solchen Eingabegerätes zu, gehen Sie bitte sicher gespitzte Stifte und ausreichend Papier zur Hand zu haben, ich wiederhole mich selten. Die Leertaste (engl.: spacebar) ist eine der Tasten überhaupt. Sie ermöglicht Abstände zwischen Wörtern und Buchstaben um deren Lesbarkeit deutlich zu erhöhen. Zum Bedienen ist sie sowohl mit links als auch mit der rechten Hand geeignet da zentral gelegen. Diese Taste wurde von einigen Eingeweihten liebevoll „any key“ getauft, fordert der Rechner Sie also auf Any Key zu drücken zögern sie nicht und fordern Sie die Unterstützung ihrer persönlichen Leertaste an. Aber Vorsicht, dieser Bevorzugung ist auch von den anderen Tasten derart begehrt dass sie alle gerne für die Leertaste einspringen, dies steht aber definitiv nur der Leertaste zu. Die einzige Ausnahme bilden hier lobenswerte Funktionstasten und/oder gelegentlich auch noch die Esc-Taste (eng.: Escape gesprochen Äßceip) was aber stark von der jeweiligen Situation abhängt... Die Shift-Taste (dt.: Umschalt-Taste), nicht nur eine weitere Taste mit bunter Grafik, ist in den verschiedensten Gebieten anwendbar. Der Kleindenkende sieht in der Shift-Taste lediglich eine Möglichkeit große Buchstaben zu tippen doch diese Taste kann noch viel mehr als das! Sie lebt auf einem durchschnittlichen Tastenbrett in mindestens zweifacher Ausfertigung und kann sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand schnell und sauber bedient werden. Shift bietet Zugriff auf die Wurzeln aller anderen Tasten. Jede Taste, wie wir wissen, ist fest im Tastenbrett verankert und besitzt verschiedene Ansprechebenen. Die Shift-Taste bietet somit nicht nur Zugriff auf Großbuchstaben sondern ermöglicht das Ansprechen eines ausgesprochen breiten Spektrums an Sonderzeichen wie etwa das häufig gesuchte Gradzeichen welches seinen Lebensraum mit der Hoch-Taste teilt. Darüber hinaus gibt es noch die Feststelltaste, allgemeinhin als einfache Umschalttaste verkannt, welche bei häufiger Nutzung der Shift-Taste deren Lebensdauer extrem erhöhen kann und somit ebenfalls unter die Gruppierung „Shift“ fällt. Die Feststelltaste wurde in früheren Epochen gerne mit „CapsLock“ tituliert, ein Name der Bände spricht. Die Return-Taste (im Deutschen Raume auch liebevoll 'Eingabetaste' genannt) kann auf voll entwickelten Tastenbrettern gleich neben der rechten Shift-Taste, welche übrigens erst ab 3cm voll ausgereift ist, ihn ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Bereits seit einiger Zeit wird diese wichtige Taste, welche in der Tippkette gleich hinter der Leertaste und der Shift-Taste, eingereiht werden kann, auf das Sträflichste vernachlässigt. Dies führt nicht nur dazu dass diese wichtige Taste langsam aber sicher aussterben wird, oder noch schlimmer von einer weiteren Wintendo-Spezial-Taste ersetzt wird, welche ihr den Lebensraum immer mehr streitig machen, sondern gefährdet darüber hinaus den psychischen und physischen Zustand der Leser von Texten welche ohne die Enter-Taste auskommen müssen, man denke allein an Augenkrämpfe welche bis hin zum Erbrechen führen können. Von einem ähnlichen Phänomen wird übrigens auch die rechte Shift-taste zeitweilig befallen. Ebenfalls erwähnenswert sind die Funktionstasten (engl.: Strg = string bzw. Ctrl = control) bzw. Alternativtasten (eng.: Alt = alternative) welche sich vornehmlich in der Nähe ihren engen Verwandten, den Shift-Tasten, tummeln. Sie ermöglichen, wie ihre Namen bereits andeuten, Zugriff auf verschiedenste Funktionen und Alternativen welche sowohl Aktionen des angeschlossenen Rechners als auch Besonderheiten weiterer Tasten zum Vorschein bringen können. Das Besondere an diesen Tasten ist dass sie nur in Kombination mit anderen Tasten wirklich effektiv werden, ähnlich einer chemischen Reaktion welche vorher genau berechnet werden kann. Die beliebsteste Kombination dürfte definitiv Alt+F4 dicht gefolgt von Strg+C und Strg+V sowie Strg-Esc sein. Eine besonders gefährliche Taste ist die Del-Taste bzw. Entf-Taste. Sie wird immer wieder unterschätzt und versteht es gut ihr wahres Potential, ähnlich der „Rückwärts-Taste“, zu verbergen. Oft siedelt sie sich klammheimlich in der Nähe der ahnungslosen Return-Taste an um nach Betätigung ihrer selbst den Finger ihres Opfers auf eben jene abrutschen zu lassen so dass der nun schnell entstandene Schaden völlig auf letztere Taste abgewälzt wird. Besondere Vorsicht gilt hier bei extrem kleinen und kompakten Varianten der Tastenbretter. Dr. Best empfiehlt übrigens ausschließlich natürlich angebaute Tastenbretter der bewährten Firma Cherry. Alternativ kann man mit ein wenig Glück noch beim Trödler einige Raritäten der Häuser Commodore oder Tulpin erwerben. Hier kann noch nach Jahren nach Unkraut wie der Fensterletaste oder der Tasktaste gesucht werden, leichte Pflege garantiert. Diese Tastenbretter aber haben aber eines gemeinsam: Sie sind garantiert robust und nahezu unzerbrechlich - garantiert geeignet um Stress natürlich abbauen zu können. Achtung: Ich warne vor hochgezüchteten Tastenbrettern welche oftmals nur eine sehr geringe Tastenhöhe aufweisen und noch bevor sie ganz ausgewachsen sind unter das Volk gemischt werden. Sie sind leicht an der niedrigen Tastenhöhe sowie einem fehlenden 'Klicken' nach Betätigung zu erkennen. Der Gebrauch einer solchen, nicht voll ausgereiften Tastatur, ist strafbar! Bewaffnet mit den nun gewonnenen Kenntnissen sollte eigentlich jeder Normalbürger in der Lage sein künftig seine gesamten Textarbeiten zu seiner eigenen oder zur Zufriedenheit seines Vorgesetzten zu erledigen. Bitte entrichten sie einen kleinen Obulus in die Spendenkiste am Ausgang des Raumes wenn ihren diese Einführung in die Welt der Eingabegeräte gefallen hat. Für eventuelle Rückfragen stehe ich ihnen heute Mittag zwischen 14.00 – 16.00 Uhr in meinem Aufenthaltsraum zur Verfügung. Gez. Hobbie-Philosoph Bernd Kosmahl alias DukeBernd(@gmx.de), hoffnungsloser Fall 2002 |