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Datum:.......................110703.M41 Titel:........Chapter 6 Vet.Sarge Damne Ref:.......................451_story_10 Klasse:.........................Chronik Sicherheitsstufe:..................none Chapter6Chronik des Veteranensergeants Damne der Sons of Avengers gegründet von Aragon dem Weisen, Space Marine des Adeptus Astartes unter dem Oberbefehl des heiligen Imperators und des hohen Senats zu Terra +++
»436 Tote - steigend, 231 schwer Verletzte. Weitere 269 Piraten haben sich der Gerechtigkeit des Imperators gestellt und werden in die Minen der nächsten Imperialen Kolonie geschickt. Ein paar weitere leisten nach wie vor erbitterten Widerstand doch werden die Imperialen Kräfte des Quadrantens selbst damit klar kommen können.« Antarius ratterte die erschreckenden Zahlen aus dem Gedächtnis herunter ohne auf den Datenblock in seiner Hand zu schauen. »Auf unserer Seite gibt es 12 Tote zu betrauern. Weitere 15 unserer Brüder werden die nächsten Wochen im Apothacarion mit abschließender Chemotherapie verbringen. Der Rest der 80 Mann starken Eingreiftruppe meldet sich zurück zum Dienst. Weitere Informationen können aus der Datenbank entnommen werden.« Müde warf Antarius den Datenblock auf den Tisch und schritt zu einem der hohen Fenster des Raumes um in das All zu starren. Ein unsichtbares Energiefeld war die einzige Trennwand zwischen dem erfahrenem Space Marine Apothecari und dem endlosen Nichts. Der Tisch mit dem Datenblock schwebte derweil, wie ein folgsames Haustier, hinter seinem Herrn her.
Auf der anderen Seite des Raumes standen in Habachtstellung die Sergeants Damne, Wulf, Gram und weitere Führer der einzelnen Trupps welche an der Säuberungsaktion teilgenommen hatten. Der Verlust ihrer Brüder lastete schwer auf ihnen. Der Tod eines Space Marines kam einer Tragödie und einem Triumph gleichermaßen dar. »Es konnten erfolgreich alle 24 Progenoide extrahiert werden. Unsere Brüder werden in der Gensaat des Ordens weiterleben und mit dem Ruhm ihrer Taten in das große Buch eingehen.« Antarius fuhr fort ohne die Marines anzublicken - starrte weiter in den leeren Raum hinaus. »Die Roboutany hat wieder Kurs auf den Segmentum Ultramar genommen. Wir werden den Verwerfungsraum nahe Macragge verlassen und sowohl neue Rekruten als auch neue Vorräte aufnehmen. Auf meine Anweisungen erwarten uns 100 neue Aspiranten. Jene, welche die Initationsriten überleben, werden dem Brauch nach in dem Schutz eines älteren und erfahrenen Bruders gegeben.« Die Marines wussten genau was Antarius ihnen mitteilen würde, der Rekrutierungsritus erfolgte ungefähr alle 30 Erdenjahre. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die vielen Lagerräume der Roboutany wieder mit Waffen, Munition, Verpflegung und Material aller erdenklicher Art aufgefüllt. »Zum gleichen Zeitpunkt werden die Rekruten der letzten Welle, mit einer überraschend hohen Überlebendenquote von 29%, in den Status vollwertiger Space Marines erhoben.« Antarius drehte sich um und sah die Marines nun direkt an. »Und wie es Brauch ist werden sie die Lücken in den Taktischen Trupps füllen und sich hier mindestens bis zur nächsten Welle bewähren - wenn nicht noch länger.« Antarius nahm den Datenblock wieder vom Tisch auf und starrte das kleine Modul an, Runenkolonnen liefen über das kleine Display als der Aphotecari dem kleinen Gerät neue Anweisungen gab. Zu guter letzt entnahm er dem kleinen Kasten drei kleine metallene Stifte. »Grum, Wulf und Damne - tretet vor!« Die Marines taten wie ihnen geheißen und jeder bekam eines der Speichermodule in die Hand gedrückt. »Ihr findet auf dem Datenträger Informationen über Versetzungen in euren Teams. Die entstandenen Lücken werden mit euren neuen Brüdern, deren Daten ebenfalls auf dem Speicher enthalten sind, aufgefüllt.« Die drei Sergeants nickten stumm und traten wieder auf ihre Plätze zurück. »Die Listen der Rekruten werden nach der Ankunft auf Macragge verteilt, ich erwarte einen reibungslosen Ablauf der Rekrutierung.« Der Apothecari hielt kurz inne, als ob er noch etwas hinzufügen wollte, überlegte es sich dann aber anders. »Wegtreten!« Die Marines wanden sich dem Ausgang zu und verließen den Raum. Damne jedoch blieb auf ein Zeichen von Antarius noch. Als sich die Türe hinter dem letzten geschlossen hatte hob er fragend eine Braue. »Warum willst du eigentlich keinen höheren Rang im Orden einnehmen, Damne? Du wärst wirklich eine Bereicherung mit deiner langen Erfahrung und deinem Wissen.« Antarius hatte es noch nie verstanden und würde es wohl auch nie verstehen. Damne war einfach damit zufrieden seinen kleinen Trupp zu führen und wollte kein höheres Kommando inne haben. Er versuchte es nicht mal mehr dem Apothecari zu erklären - doch Antarius erwartete dies im Grunde auch schon nicht mehr. Dieses Gefecht hatten sie schon oft gemeinsam ausgetragen - dieses und viele andere den Antarius und Damne waren vor Jahren mit der gleiche Welle an Bord gekommen und hatten die gesamte Ausbildung gemeinsam durchlaufen. So lächelte er den leitenden Apothecari lediglich an und zuckte mit den Schultern. »Ich bin zufrieden für den Imperator zu Kämpfen und neue Rektruten zu fähigen Brüdern heran zu bilden. Es verlangt mir nicht nach mehr.« Darauf verabschiedete er sich von Antarius und begab sich zu seinem Quartier um die Daten auf dem schmalen Chip zu begutachten. In seinem Quartier hing eine neue Trophäe an der Wand. Ein verbogenes Stück Metall mit der Aufschrift "Bitte anklopfen!" zierte die vormals leere Stelle, nebst einigen uralten Waffen und anderen Andenken an Einsätze die Damne im ganzen Universum zusammengetragen hatte. Der Veteran setzte sich vor den kleinen Terminal und steckte den Speicherstift in eine dafür vorgesehene Öffnung. Nach einem vernehmlichen Klicken wurden mehrere Datensätze sichtbar und er begann sich mit neuen Namen vertraut zu machen. Zwei der neuen Brüder waren ihm unbekannt doch der dritte auf der Liste teilte das Quartier mit ihm. Erfreut rief Damne die Details der neuen Kampfgefährten Joost und Carcer auf. Zu guter letzt ging er noch die Liste der drei beförderten Space Marines durch und bereitete sich darauf vor ihnen die Nachricht ihrer Beförderung zu überbringen. Gleichzeitig rief er über eine zweite Konsole eine Liste der verfügbaren Quartiere auf dem Deck auf. Madrok und die anderen neuen Brüder würden nun jeweils eigene Räumlichkeiten zugewiesen bekommen. Nach verrichteter Arbeit lehnte sich Damne zurück und berühre mit dem Zeigefinger einen Sensor. Sofort erscholl aus einem versteckten Lautsprecher eine klangvolle Ballade aus einer längst vergessenen Zeit. Seufzend schloss Damne die Augen und ließ seinen Gedanken schweifen. Die Musik half ihm zu entspannen und seinen Geist neu zu ordnen. Die Roboutany schoss derweil weiter durch die Leere der Verwerfung - sicher geleitet von einem ganzen Dutzend Navigatoren, welche mit einem verzückten Lächeln und ihrem besonderen dritten Auge auf dem psionischen Leuchtfeuer des Astronomicons ritten. |
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