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Datum:.......................110703.M41 Titel:........Chapter 5 Vet.Sarge Damne Ref:.......................451_story_09 Klasse:.........................Chronik Sicherheitsstufe:..................none Chapter5Chronik des Veteranensergeants Damne der Sons of Avengers gegründet von Aragon dem Weisen, Space Marine des Adeptus Astartes unter dem Oberbefehl des heiligen Imperators und des hohen Senats zu Terra +++
Damne schritt eilig durch den kleinen Raum auf das nächste Schott zu. Unterwegs lauschte er angestrengt dem Funkverkehr während er mit den Augen wachsam jede Nische des Raumes musterten. »Tunnelgefechtsformation« bellte er in sein Helmmikro. »Irenicus gibt Deckung.« Seine Männer stellten sich vor dem Schott auf wobei die erste Reihe in die Knie ging um den Hintermännern besseres Feuern zu erlauben. Irenicus sicherte derweil den zweiten Eingang durch den der Trupp den Raum betreten hatte. Bei jeder Bewegung gab sein mechanisches Bein verschiedene surrende Laute von sich. Der Sergeant hatte sich inzwischen vor der Steuertechnik des Schotts aufgepflanzt und betätigte den Mechanismus zum Öffnen der Türe. Nach einem kurzen Knacksen setzte sich das schwere Sicherheitschott in Bewegung nur um bereits nach wenigen Zentimetern wieder stehen zu bleiben. Damne hatte sich bereits halb von dem Schalter abgewendet und schlug frustriert mit dem Servohandschuh gegen das Panel. Er wurde mit einem Kreischen der Mechanik belohnt als sich das Schott abermals in Bewegung setzte und diesmal ganz aufschwang.
Der nachfolgende Raum war eine Art Lagerraum welcher ebenfalls einen zweiten Ausgang besaß. Mehrere Kisten und ein paar Fässer stapelten sich an den Wänden, Müll und Schrott bedeckte den Boden. Der Trupp rückte diszipliniert vor und sicherte den Raum. Als der letzte Marine den Raum betrat hatte erscholl aus einem versteckten Lautsprecher ein hässliches Lachen. Irenicus, welcher dem Trupp Rückendeckung gegeben hatte, wand sich sofort dem Ausgang zu als das Schott sich auch schon mit einem lauten Knall schloss und die Lampen im Raum erloschen. »Jaysen zweiter Ausgang, Irenicus Bericht. Der Rest hält die Stellung.« Damne verteilte sofort neue Befehle während sich seine Augen an das Bild, welches ihm der Restlichtverstärker lieferte, umstellten. Gleichzeitig schaltete Damne die Umweltdaten auf und kontrollierte laufend die Zahlenwerte welche ihm direkt auf die Netzhaut projiziert wurden. »Wir werden hier schweres Werkzeug brauchen, Sarge« Irenicus hatte das Schott abgesucht und beschlossen dass es zu schwer und dick war um es aufzusprengen. »Hier drüben der selbe Mist« schimpfte Jaysen, ein recht neues Mitglied des Trupps. »Wenn wir sprengen jagen wir uns nur selbst in die Luft.« Damne befahl seinen Leuten in Zweiergruppen auszuschwärmen und den Raum näher zu untersuchen während er der Zentrale Meldung erstattete. Die Marines hatten sich noch nicht vollständig im Raum verteilt als eine Explosion einen Teil der Wand zur Linken wegriss. Durch das entstandene Loch entwich sofort nahezu jede Luft aus dem Lagerraum. Der Sog zog alles mit was sich nicht irgendwo festhalten konnte und leicht genug war um hinaus gerissen zu werden. Die automatischen Magnetstiefel der Servorüstungen passten sich jedoch rechtzeitig den veränderten Bedingungen an und keiner der Marines kam zu Schaden wenn auch die ein oder andere Rüstung von herumfliegenden Trümmern zerkratzt wurde. »Netter Versuch « knurrte Damne in sein Helmmikrophon und besah sich das Loch im Schiffsrumpf genauer. »Hier geht's weiter, Brüder. « Schon verschwand der Sergeant durch die entstandene Öffnung und spazierte auf der Außenhülle des Piratenunterschlupfs entlang. Seine komplett vakuumversiegelte Servorüstung würde noch für gut 24 Stunden Luft liefern können. Nach Ablauf dieser Zeit würde der Einsatz abgeschlossen oder alle Marines tot sein. Die Spiele konnten beginnen. Der Trupp bewegte sich langsam auf der Außenhülle des Hulks entlang. Von der künstlichen Schwerkraft, welche im Schiff herrschte, musste es so aussehen als würden die Marines sich kopfüber an der Schiffswand entlang bewegen und dabei wie Fliegen am Rumpf kleben. Doch im All gab es kein festgelegtes Oben und Unten und alles war eine Frage der richtigen Perspektive. »Seht ihr die Ansammlung hellerer Sterne schräg links vor uns?« Irenicus deutete mit dem Servohandschuh in den beeindruckenden Sternenhimmel. »Das ist der Anfang des Segmentum Ultramar. Wir werden bald zu Hause sein!« Jayson schritt unbeeindruckt an Irenicus vorbei und murmelte »Hätte ich geahnt dass ich nach Hause laufen muss hätte ich mir ein paar dieser Notrationen eingepackt - ich habe Hunger wie ein Bär...« Das einstimmige Gelächter seiner Kameraden ertönte aus seinem Helmlautsprecher. »Wo wir gerade von zu Hause reden.« Damne rief seine Leute zur Ordnung. »Dort drüben scheint eine Luftschleuse zu sein. Lasst uns den Hausherren besuchen der uns derart verfrüht wieder herausgebeten hat.« Die Schleuse erwies sich als zu eng für den ganzen Trupp doch nach zwei manuellen Durchschleusungen, jemand hatte die Elektronik deaktiviert, fand sich der Trupp vollzählig und nur leicht lädiert in den Innereien des Piratenverstecks wieder. Die Gänge hier wirkten sauberer und waren wesentlich besser beleuchtet als die bisherigen Tunnel durch die sich die Marines bereits gequält hatten. Leider blieb ihre Anwesenheit nicht lange unbemerkt und schon bald wurden sie in sicherer Entfernung von ihren Gegnern verfolgt welche sich nur wenige Ecken weiter zusammenrotteten. Die Piraten waren hier im Vorteil da sie die Örtlichkeiten kannten und den Marines so immer einen Schritt voraus sein konnten. Der erste Angriff lies nicht lange auf sich warten doch die wütenden Marines kannten keine Gnade. Der Marsch über die Außenhaut des Schiffes war zwar eine nette Abwechslung gewesen doch darum gebeten hatte schließlich niemand und so deckten sie Marines ihre Gegner mit schwersten Feuer ein wann immer dieser sich auch blicken ließ. Zwar wagten sich die Piraten nicht in den Nahkampf doch hatten auch diese ein paar schwere Waffen in ihrem Besitz und auch die Marines trugen Wunden davon. Einen weiteren Spaziergang im All würde man sich jedenfalls nicht mehr leisten können. Der Trupp erreichte eine wabenförmiges Gebilde mit mehreren verschlossenen Eingangstoren. Einer der Piraten hatte auf die Türe "Kommandostand" und "Bitte anklopfen!" gepinselt. Zufrieden stellte Damne fest dass auch die anderen Trupps nahezu vollzählig den kleinen Bunker im Herzen des Schiffes erreicht hatten und ebenfalls vor den Durchgängen in Stellung gingen. Mit knappen Gesten und noch weniger Worten verständigten sich die auf einander eingespielten Marines. Ein Marine heftete Sprengladungen an die ceramitverstärkten Türen und verdrahtete diese miteinander. Mehrere seiner Kameraden zerstörten derweil Kameras und andere Überwachungsgeräte in naher Umgebung. Wieder andere türmten Gerätschaften, Lagerkisten und Trümmer in den Zugängen auf. Sporadische Angriffe überlebender Piraten wurden leicht zurückgeschlagen und es brauchte nur wenige Männer hinter den Barrikaden um die Zugänge mit Boltersalven zu bestreichen. Die Marines ließen sich Zeit, ihre Gegner würden es sehr schwer haben, wenn sie die Anhänger des Astartes aus dieser Position herausbekommen wollten. Auch trafen mit der vertreichenden Zeit noch ein paar Nachzügler ein, Verwundete oder Einheiten welche lange aufgehalten worden waren. Damne kniete hinter einer der Barrikaden nieder und flickte einen Riss in seiner Panzerung mit schnelltrocknendem Zement. Zwar konnte der Zement nie die Härte einer Ceramit Panzerplatte erreichen doch würde es ausreichen seine Rüstung zusammen zu halten bis er sie den kundigen Händen einem dem Adeptus Mechanicus Geweihten anvertrauen konnte. Seine Brüder nahmen ähnliche notdürftige Reparaturen an der eigenen Ausrüstung vor. Auch wurde die verbleibende Munition neu aufgeteilt. Space Marines schossen ausgesprochen präzise und verschwendeten selten einen Bolt doch war ihr Vorrat allein wegen der Größe eines einzelnen Bolts sehr begrenzt und der Einsatz ließ keine Nachschubeinheiten zu. Einer der Männer unter Sergeant Gram ging sogar so weit, dass er die Wandverkleidung mit einem gezielten Schlag seiner Servofaust zerriss und sich eines Stromkreises der Piraten bediente, um seine massive Laserkanone vor dem finalen Gefecht noch einmal neu aufzuladen. Die Sprengladungen zündeten alle im gleichen Moment und noch während es die massiven Türen in Stücke riss flogen die Rauchgranaten auf die Eingänge der Piratenzentrale zu. Die Marines hatten auf das Infrarotspektrum aufgeschaltet und störten sich nicht an dem Rauch der das Blickfeld ihrer Gegner vernebelte. Doch die Zentrale hatte Zeit gehabt sich auf den Vorstoß vorzubereiten und mehrere schwere Maschinenbatterien hoben an und feuerten einfach in die Richtung der Türöffnungen. Die Space Marines antworteten mit Sprenggranaten welche auf die Bolter aufgesteckt wurden um anschließend durch die Türen katapultiert zu werden. Bereits nach wenigen Salven verlor sich das Gegenfeuer in sporadischen Feuerstößen. Die Marines rückten langsam vor. |
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