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Datum:.......................110703.M41 Titel:........Chapter 2 Vet.Sarge Damne Ref:.......................451_story_06 Klasse:.........................Chronik Sicherheitsstufe:..................none Chapter2Chronik des Veteranensergeants Damne der Sons of Avengers gegründet von Aragon dem Weisen, Space Marine des Adeptus Astartes unter dem Oberbefehl des heiligen Imperators und des hohen Senats zu Terra +++
Damne trat aus der Duscheinheit heraus und trocknete sich mit einem sehr großen Handtuch ab. Die Kunsthaut auf seiner Magengegend juckte zwar noch, aber nach der heißen Dusche war das ein Problem mit dem Damne es leicht aufnehmen konnte. Auf dem Tisch des kleinen Quartiers lag halb demontiert sein veralteter MkII Bolter. Er würde sich später um die uralte Waffe kümmern - egal was die neue Generation von der veralteten Technik hielt. Um seine lädierte Rüstung kümmerten sich derweil einige Techpriester des Adeptus Mechanicus, jene seltsame Organisation welche sich auf dem Mars komplett abgeschottet hatte und von dort alle Truppen des Imperiums mit Kriegsmaterial versorgte. Nachdenklich drehte Damne einen Bolt zwischen den Fingern. Diese selbsttreibende hülsenlose Munition, welche bereits hunderte seiner Gegner das Leben gekostet hatte, kam ebenfalls direkt vom Mars. Was wären er und seine Leute ohne diese Technologie?
»An alle Besatzungsmitglieder, wir treten in 324 Standardsekunden in den Warp ein« quäkte der kleine Lautsprecher neben der Eingangstüre. »Reinigt eure Gedanken und macht euch bereit für den Sprung. Brücke Ende.« »Reinigt lieber mal die Brücke« scherzte Madrok der in diesem Moment den Raum betrat. »Als ich das letzte mal da hinten war, stank es, als wäre ein ganzer Trupp Orks unter den Konsolen versteckt gewesen.« Grinsend legte Damne den Bolt zurück auf den Tisch. »Ich frage mich ob sich andere Orden ebenfalls mit derart disziplinlosen Rekruten herumschlagen müssen.« »Das liegt nur an unseren Ausbildern« konterte Madrok. »Wir eifern doch lediglich ihnen nach.« Wären die Avengers auch nur zu einem Zehntel ein Prigomenitororden, hätte Damne dem Rekruten nun die Ohren lang ziehen müssen. Doch die Avengers hatten bereits vor Jahrhunderten die strengen und veralteten Doktrinen des Codex Astartes aufgegeben und ihren eigenen Weg beschritten um das Überleben des verhältnismäßig kleinen Ordens zu sichern. Ihre Loyalität zum Gottkaiser stand natürlich trotz allem außer Frage und würde der Imperator plötzlich persönlich das Quartier betreten würde Damne selbstbewusst behaupten können, sein ganzes Leben im Dienste des Imperators verbracht und ihm gut gedient zu haben. Der Gedanke erheiterte Damne, zumal er nach wie vor nur ein Handtuch am Leib trug. »Auf jeden Fall nehmen sich diese Navigatoren viel zu wichtig« schloss Damne das Thema ab. »Ich zieh mir noch schnell was anderes über und dann treffen wir uns mit den anderen Jungs auf Deck 12. Die Tische sind bereits reserviert und du schuldest mir noch eine Revanche vom letzten Spiel.« Lachend marschierte Madrok bereits wieder zur Türe hinaus. »Der Verlierer zahlt die Rechnung!« Zwar war die Bar und das Casino auf der Roboutany wesentlich größer und besser ausgestattet, aber das berüchtigte Deck 12 hatte doch alles zu bieten, was der Mensch auf einer langen Reise durch den leeren Raum benötigte. Heute war es brechend voll da sich viele der überlebenden Soldaten von Jagger VI dauerhaft den Space Marines angeschlossen hatten und ihre neuen Kameraden näher kennen lernen wollten. Abgesehen davon hatten auch sie bereits seit Wochen nicht mehr die Vorzüge der Zivilisation genossen und ihren Heimatplaneten würden sie sowieso nicht mehr wiedersehen, also konnten sie sich ebenso gut wie viele andere Soldaten der Imperialen Armee den Sons of Avengers anschließen. Hier würden sie zu neuen Einheiten zusammengeschweißt und unter der Leitung der Marines bald zur abgehärteten Elite aufsteigen - oder tot sein. Auf jeden Fall passten die Avengers besser auf ihre Leute auf, als es die Imperiale Armee je würde tun können. Damne erblickte kurz den jungen Rekruten, der auf Jugger VI bereits die Hoffnung aufgegeben hatte und mit Hilfe von Damnes Trupp samt einiger seiner Kameraden entkommen konnte. Als einer der anderen Marines den jungen Mann darauf aufmerksam machte, wer Damne war winkte der Mann mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht herüber. Nie hätte der Rekrut, der Damne bisher nur mit seiner Servorüstung kannte, ihn wiedererkannt und so war er froh seinen Retter nun auch einmal ohne seine Vollpanzerung gesehen zu haben. »Zwei Starkbier für mich und meinen Freund hier« rief Madrok einem der Servitoren zu, welche hier den Ausschank übernahmen. Da der Magen eines Space Marines mit so ziemlich jedem Gift fertig wurde, musste es schon etwas stärkeres sein, damit diese überhaupt etwas von der Wirkung spüren würden. »Wir werden morgen viel Arbeit vor uns haben wenn wir den Jungs beibringen wollen wie die Dinge bei uns funktionieren« murmelte Madrok seinem Lehrer zu während der sich auf einem freien Platz niederließ. »Die meisten werden im Augenblick das volle Ausmaß ihrer Entscheidung noch nicht einmal verstanden haben.« »Was gibt es neues von Irenicus« antwortete Damne stattdessen und wechselte das Thema während er einen Stuhl heranzog. »Kann ihn Antarius wieder zusammenflicken?« »Das schon, aber sein linkes Bein wird in Zukunft mehr aus Metall statt aus Fleisch und Blut bestehen« seufzte Madrok und trank von dem Bier welches ihm der Servitor gebracht hatte. »Er wird ein wenig üben müssen um mit der veränderten Situation zurecht zu kommen. Wenn unser Apo meint er schafft das, dann schafft er es auch.« Einige Stunden später in der Nacht begann sich Deck 12 langsam zu leeren. Die meisten hatten einen harten Tag hinter sich und zogen es vor schon früh die Quartiere zu beziehen zumal bereits in aller Frühe, Schiffszeit, zum Aufstehen geblasen werden würde. Die beiden Männer diskutierten nach wie vor über das ein oder andere Thema aus ihrem Alltag als sich der Ordenspriester Titus mit einem formalen Gewand gekleidet durch die Tische und Bänke schob und auf sie zuhielt. Der seltene Besuch fischte einen leeren Stuhl heran und setzte sich mit einem Lächeln zu den beiden. »Ich wusste dass ich euch hier finden würde« grinste der Mann, dessen halbes Gesicht aus einer Stahlmaske mit seltsamen Apparaturen daran bestand, die beiden an. »Ich fürchte ihr werdet euch morgen nicht gebührend ausruhen können sondern einen kleinen Spezialauftrag übernehmen müssen.« Verdutzt sahen sich Madrok und Damne an. Es kam selten genug vor dass Titus sich auf Deck 12 blicken ließ und noch seltener dass er persönlich Aufträge ausgab. »Um was für eine Mission geht es denn?« fragte Damne vorsichtig. »Nennt es eine Art Botengang« antwortete Titus auf recht geheimnisvolle Weise. »Ihr werdet ein Kurierschiff bekommen und einen Gegenstand von Jerry II abholen. Nehmt für die Mission mit was ihr zu brauchen meint. Das Schiff fasst allerdings nur vier Mann und ihr müsst mit äußerster Diskretion vorgehen - der Besitzer des Gegenstandes weiß noch nichts von seinem Glück und wird das Teil bestimmt nicht freiwillig herausrücken.« »Wulf?« Damne lud gerade seine Boltpistole, welche er auf den Ausflug mitzunehmen gedachte. Er meinte natürlich Sergeant Wulf. «Er ist zwar nicht gerade leise bei seinen Aktionen, kann uns aber sicherlich eine enorme Hilfe sein wenn wir auf ein paar Muskeln angewiesen sind.« Mit nachdenklicher Miene schraubte Madrok einen Schalldämpfer auf sein Scharfschützengewehr. »Er ist bestimmt eine gute Wahl doch ist mir seine Vorgehensweise allzu laut und rücksichtslos.« Damne grinste und drückte einen Knopf auf dem Interkom in seinem Quartier. »Sergeant Wulf, Devastoren.« Das Gerät gab einen vernehmlichen Summton von sich und schon erschien das Gesicht von Wulf auf dem Vidschirm. »Yeah? Damne bist du das? Was liegt an?« »Wir machen einen kleinen Ausflug und brauchen noch einen Experten für schweres Gerät. Interesse?« »Kannst einen drauf lassen! Ich bin in zehn Minuten bei euch.« Nach einer kurzen Pause fügte Wulf noch hinzu »Ich werde mein neustes Spielzeug mitbringen. Geht von 0 auf 100 in weniger als drei Sekunden.« Mit sprichwörtlichem wölfischen Grinsen trennte Wulf die Verbindung. Madrok rang gespielt mit den Händen in der Luft und seufzte. »Genau das meine ich.« Lachend klopfte ihm Damne auf die Schulter. »Lass mal, er weiß wann er sein Feuerwerk veranstalten darf und wann er sich zurückhalten muss.« Damne kratzte sich am Kinn, eine Geste welche an ihm immer dann zu beobachten war, wenn er intensiv nachdachte. »Wer soll der vierte Mann werden?« »Vielleicht sollten wir den Techadepten Morris überreden falls uns der Schrotthaufen von einem Sternenschiff nicht anspringt?« erwiderte Madrok. »Er würde auch dem Boardcomputer mal zeigen wo der Bug und wo das Heck ist.« Damne nickte. »Von mir aus. Übernimm du das, ich werde noch einige kleinere Besorgungen machen.« Damit verschwand Damne durch die Türe. |
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