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Datum:.......................110703.M41 Titel:........Chapter 1 Vet.Sarge Damne Ref:.......................451_story_05 Klasse:.........................Chronik Sicherheitsstufe:..................none Chapter1Chronik des Veteranensergeants Damne der Sons of Avengers gegründet von Aragon dem Weisen, Space Marine des Adeptus Astartes unter dem Oberbefehl des heiligen Imperators und des hohen Senats zu Terra +++
Man sah es einem Space Marine nicht an wenn er erschöpft war, schützte die Rüstung eines Marines ihn nicht nur von den schädlichen Einflüssen der Umwelt sondern auch vor den Blicken der Imperialen welche nervös auf ihren provisorischen Lagern hin und her rutschten und miteinander tuschelten. »Wir kommen hier nicht mehr lebend heraus«, murmelte gerade einer der neueren Rekruten zu seinem Nachbarn - wohl in der Annahme dass Sergeant Damne mehrere Meter entfernt nichts mehr verstehen würde. »Recht hat er!«, donnerte der Marine die verängstigten Soldaten an. »Aber wir können unser Leben so teuer wie möglich verkaufen und den Transportern damit die nötige Zeit herausschlagen alle Zivilisten aus dem Sektor zu evakuieren! Und wer weiß - vielleicht können sie nach Beendigung ihrer Aufgabe einen kleinen Zwischenstop bei uns einlegen?« Nervöses Gelächter folgte auf die Worte des Sergeants und wie zur Bestätigung hoben ein paar der Soldaten ihre Lasergewehre in die Luft und schüttelten selbige trotzig gegen einen imaginären Feind.
Das Klacken von stahlbeschlagenem Schuhwerk näherte sich aus einem der Tunnel zur Rechten und ein weiterer Space Marine erschien aus dem Dunkel. Es hieß Marines könnten bei Nacht ebenso gut sehen wie am Tage was ihnen ihre enorm leistungsfähigen Restlichtverstärker in den Helmen ermöglichten. Die dunkelblaue Rüstung schimmerte matt im Licht der tragbaren Leuchtstoffröhren welche die Imperialen in regelmäßigen Abständen im Lager aufgebaut hatten. Klar zu erkennen war die strahlend weiße Feuerrune auf dem rechten Schulterpanzer welche den Marine als einen angehörigen der Sons of Avengers - jener Orden der auf die Hilferufe des Imperialen Planeten Jagger VI reagiert hatte - auswies. »Sie wagen einen neuen Vorstoß und werden in knapp fünf Minuten diese Kreuzung erreicht haben«, erstattete der knapp zwei Meter messende Marine dem Sergeant gegenüber Bericht. »Ihr habt es gehört Jungs, die Kaffeepause ist damit beendet. Jeder auf seinen Posten!« Kaum hatte der Sergeant ausgesprochen sprangen die Imperialen auch schon auf und begaben sich zwischen Trümmerstücken und provisorischen Barrikaden in Deckung während wiederum andere Soldaten hastig begannen das Lager, welches sie nur knapp fünf Stunden zuvor erst aufgebaut hatten, abzubrechen und alles hastig auf eine Antigrav Lagereinheit zu schichten. Lichter wurden gelöscht und letzte gedämpfte Anweisungen vergeben. Damnes eigene Leute, bestehend aus neun weiteren Space Marines, verteilten sich an eventuellen Schwachstellen der Imperialen um ihnen an diesen aushelfen zu können. Mit ruhiger Routine wurden die Bolter noch einmal überprüft und durchgeladen. Die extrem gefährlichen Waffen der Marines hier unten in den Schächten und Kanälen dieser riesigen Stadt abzufeuern konnte den Tod der ganzen Truppe bedeuten, doch hegte Damne keine Zweifel dass ihre Gegner ihrerseits keine Rücksicht auf die alten Bauten nehmen würden und ebenfalls schweres Gerät mitschleppen würden - der Einsturzgefahr zum Trotz. Am Rande des Sichtfelds konnte Damne bereits erste Bewegungen ausmachen als die ersten Soldaten auch schon mit Leuchtfeuermunition das Feuer eröffneten und ein paar geschickte Treffer die heranrückenden Gegner hell erleuchteten. Grüne muskulöse Armee schwangen Äxte und Pistolen, raue Kehlen stimmten ein Kriegsgeheul an bei dem einem das Blut in den Adern gefror - die Orks waren da und versuchten abermals den schützenden Schild der Stadt zu unterwandern. Laserstrahlen fraßen sich gierig durch das vorherrschende Halbdunkel, begleitet von pfeifenden Bolts, welche sich tief in die Körper der Orks fraßen und grässliche Wunden verursachten. Doch für jeden toten Ork erschienen drei neue und die Menge kam unaufhaltsam, ebenfalls aus allen Rohren feuernd, näher. Auch auf Seiten der Imperialen gab es bereits die ersten Verluste, Verluste welche sich noch enorm steigern würden wenn niemand es schaffte den Großteil der Orks in den Nahkampf zu binden und sie damit von den verhältnismäßig schwachen Soldaten abzulenken. Die nächsten Minuten erlebte Damne wie im Traum. Er diente dem Imperator nun schon weit über 200 Jahre lang und jeder Handgriff, jeder Schuss und jeder Schlag war reine Routine für den erfahrenen Sergeant. Kaum noch nahm er seine Gegner wirklich wahr, sah ihnen nicht mehr in ihre verzerrten Gesichter wenn sie unter seiner Hand starben und schaltete schnell und zuverlässig einen Ork nach dem anderen aus. Die Marines konnten den engen Tunnel zu zehnt gut halten und wurden dabei noch von den Imperialen nach Kräften unterstützt. »Ich glaube das war die letzte Grünhaut«, bemerkte einer seiner Leute mit gespielten Bedauern um den Überlebenden neuen Mut einzuflößen und seine eigene Nervosität zu überspielen. »Wir haben sie alle erledigt.« Damne sah sich um und machte sich einen Eindruck von der Lage. »Gut, ich möchte dass der Gang mit selbstauslösenden Sprengfallen ausgelegt wird. Wir ziehen uns nach D74 zurück um uns mit anderen, die es zum Sammelpunkt geschafft haben, zu treffen.« Nachdenklich warf Damne einen Blick auf die verwundeten Imperialen. Schließlich zuckte er mit den Schultern und befahl die Verwundeten auf die Antigraveinheit zu legen. Um die Toten würde sich niemand kümmern können. »Wer in fünf Minuten nicht abmarschbereit ist kann zusehen wie er zurecht kommt.« Bereits vier Minuten später marschierte der Trupp durch weitere dunkle Gänge. Ohne eine ausführliche Karte dieses Labyrinths würde man sich hier sofort verirren doch die Marines trabten gleichmäßig und zielbewusst in eine bestimmte Richtung und zögerten nicht eine Sekunde an verzweigten Kreuzungen. Als man plötzlich aus der Ferne mehrere dumpfe Explosionen hören konnte, murmelte Damne zufrieden: »Das wird sie eine Weile aufhalten.« Schmerz durchzuckte ihn und mit leichter Verwunderung stellte Damne fest, dass er die Welt aus einem seltsamen Winkel zu betrachten schien. Ein Bereich einer schematischen Skizze seiner selbst auf dem HeadUp Display flimmerte im hektischen Rot. Ein größeres Projektil, wahrscheinlich von eine Maschinenkanone, hatte ihn in der Magengegend erwischt und seine Rüstung durchdrungen. Ein paar Orks hatten Sperrfeuer in dem Gang gelegt durch den der Trupp gerade marschierte. Ein Mensch wäre an seiner Stelle wahrscheinlich sofort tot gewesen doch Damne war ein Space Marine und mit langjähriger Übung begann er den Schmerz zu isolieren und schließlich auszugrenzen. Eine weitere Fähigkeit für die er seiner Gensaat mehr als dankbar war. Mühsam richtete Damne sich auf und machte sich ein Bild von der Lage. »Statusbericht!« bellte er in sein Helmmikrophon. »Sind noch alle an einem Stück?« »Bruder Irenicus hat es böse erwischt«, antwortete einer seiner Männer per Funk. »Ich schätze er wird alleine nirgendwo mehr hingehen.« Ächzend erhob sich der Sergeant nun komplett und gab seinen Männern neue Anweisungen. »Ihr zwei da nehmt Irenicus in die Mitte. Wir werden hier niemanden zurücklassen.« Kurz hielt der Sergeant inne und warf einen Blick auf den nun eingeblendeten Plan der Umgebung welcher nun direkt auf seine Iris projiziert wurde. Das Tanzen kleiner weißer Punkte vor seinen Augen ignorierend fuhr er fort. »Wenn sich die Orks bereits hier herum treiben müssen sie die Barriere auf D67 überwunden haben. Wir nehmen die Ausweichroute über E67. Das ist zwar ein kleiner Umweg aber hier sollten sich noch ein paar unserer Jungs aufhalten die uns den Rücken decken können.« Als sie das provisorisch errichtete MG-Nest passierten entnahm Damne dem Granatspender an seinem Gürtel eine Sprenggranate und zerstörte die Reste der orkischen Stellung. Inzwischen waren kaum noch Imperiale Soldaten übrig und die Antigraveinheit stotterte bedenklich. Von seinen eigenen Leuten waren einschließlich ihm selbst mindestens drei verletzt - einer davon schwer. Das statische Rauschen in den Helmmikrophonen wurde gelegentlich von ein paar kurzen Sprachfragmenten unterbrochen. Zu kurz um etwas zu verstehen doch lang genug um zu wissen, dass sie sich einem Sektor näherten der noch von verbündeten Einheiten gehalten wurde. Damne versuchte wieder und wieder eine Verbindung zu dem Trupp in E67 herzustellen. »Sergeant Damne ruft E67, hört ihr mich? Wir haben mehrere Verletzte und benötigen dringend Unterstützung.« Plötzlich kam die Antwort derart überraschend dass Damne kurz inne hielt um sicher zu gehen dass er sich nicht geirrt habe. »Hier E67 Scouttrupp II unter der Leitung von Madrok. Wir haben hier das strahlendste Wetter im ganzen System und noch den ein oder anderen heißen Kaffee übrig. Verdammt gut von euch zu hören Damne. Wir schicken ein paar Jungs die euch abholen.« »Madrok bist du das? Du verrückter Hund. Wie schaffst du es immer dir die ruhigen Ecken zu sichern?« Erleichtert stolperte Damne vorwärts und gab seinen Männern mit dem Daumen nach oben das Zeichen dass alles in Ordnung war. »Vielleicht liegt es daran, dass ihr da unten den Rückzugsbefehl verpasst habt. Da unten muss derart viel Metall in den Wänden stecken, dass der Funkverkehr stellenweise unmöglich ist.« Madrok hatte die Lage richtig eingeschätzt und Damne bestätigte dies auch - froh bald aus dem Labyrinth heraus zu kommen und sein Häuflein überlebender Soldaten an die frische Luft führen zu können. »Wie sieht es da oben aus? Sind die Transporter fertig? Wir werden hier mindestens einen für Irenicus brauchen, den hats übel erwischt.« »Euer Taxi ist bereits vorbestellt.« antwortete Madrok mit amüsierten Unterton. »Der Thunderhawk wird euch auf 37-5 einsammeln und uns alle nach Hause bringen. Der Planet ist erledigt und daran werden auch wir nichts mehr ändern können. Der größte Teil der Zivilisten hat es auf den Nachbarmond geschafft und sich hinter einem Energieschild verbarrikadiert. Zeit nach Hause zu gehen.« »Das sind die besten Nachrichten seit Tagen« rief Damne erleichtert aus. »Ihr seid aber auch immer die letzten Nachzügler« feixte Madrok. »Bekommt einfach nie genug von den Grünhäuten.« Mit einem Grinsen schaltete Damne das Intercom ab und gab die gute Nachricht an seine Männer und die überlebenden Soldaten weiter. An Board der Firestar, einem Kathedralenschiff der Sons of Avengers, ging alles seinen gewohnten Gang. Nichts erinnerte daran dass sich an Board dieses Schiffes wahrscheinlich die letzten Überlebenden eines von Orks überrannten Planeten befanden. Zwar hatte es der Großteil der eher kleinen und einzigen Metropole auf Jagger VI auf den Nachbarmond geschafft doch steuerte dieses Schiff die Roboutany an - das gigantische Space Hulk welches den Sons of Avengers bereits seit vielen Jahrhunderten als Heimat und Operationsbasis diente. Die überlebenden Imperialen und Zivilisten, welche das Schiff noch mit aufgenommen hatte, würden sich damit abfinden müssen ihre Heimat so schnell nicht wieder zu sehen - wenn überhaupt. |
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