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  Datum:.......................130521.M41
Titel:.....Der Fall Legio Iron Warriors
Ref:.......................451_astar_22
Klasse:..........................Lexika
Sicherheitsstufe:.................Gamma

Der Fall der Legio Iron Warriors während des Großen Bruderkriegs:

Quelle: White Dwarf Datenbank 64 04.01

Mitten in der Säuberung der Hrud-Nester auf Gugann kam es in der Galaxis zu Ereignissen, die die weitere Geschichte der Iron Warriors für immer verändern sollten. Horus selbst überbrachte Perturabo die Nachricht, dass auf Olympia eine Rebellion ausgebrochen war. Dammekos war im Exil gestorben und die Bevölkerung, von Demagongen aufgeputscht, befand sich im offenem Aufruhr. Zum ersten Mal seit all den Jahren war es der Primarch der Iron Warriors leid, sich wieder und wieder beweisen zu müssen, und der bloße Gedanke, dass nach all den Schlachten es ausgerechnet seine Legion sein würde, die ihre Heimatwelt an häretische Rebellen verlieren würde, erfüllte den Primarchen mit Abscheu. Horus erkannte die sich bietende Gelegenheit und nutzte sie für seine Zwecke aus.

Bevor er den Primarchen wieder verliess, schenkte Horus Perturabo den Hammer Ambossbrecher. Es ist möglich, dass die Waffe als Fokus für die Mächte des Chaos diente, durch die sie der Primarch manipulieren konnten, allerdings könnte ein solches Zeichen des Vertrauens, von einem respektiertem Anführer wie Horus gegeben, auch die Besieglung eines Pakts zwischen den Primarchen signalisieren.

Perturabo und die Iron Warriors kehrten mit Feuer und Schwert nach Olympia zurück und merzten die Rebbelion Stadt für Stadt und Straße für Straße aus. Niemand wurde verschont. Es hieß für die Rebellen Kapitulation oder Tod ohne Gnade, und die Iron Warriors waren mittlerweile an letzteres gewöhnt. Perturabo sah kalt und emotionslos zu, wie die Festungen, die er voller Stolz errichtet hatte, dem Erdboden gleich gemacht wurden. Als das Massaker vorbei war, hatte sich Olympia in eine versklavte Welt verwandelt, die fast 5 Millionen Tote beklagen und zu Grabe tragen musste.

Während die Flammen der Scheiterhaufen die lange olymoische Nacht erhellten, begannen die Iron Warriors langsam das Ausmaß ihrer Taten zu erkennen. Einen Augenblick zuvor waren sie noch Helden der Menschheit gewesen, die über Hrud triumphierten, und im nächsten waren sie für die Auslöschung ihres Volkes verantwortlich. Perturabo war wie ein Mann, der aus einem nebulösen Alptraum erwacht und Blut an seinen Händen findet - nicht genau wissend, wie es dort hingekommen ist, aber dennoch von Scham und Schande erfüllt. Der Primarch wusste, dass der Imperator ihm seine Taten nie vergeben würde.

In dieser Untergangsstimmung erhielten die Iron Warriors neue Befehle und Informationen. Selbst unter normalen Umständen wären die Neuigkeiten vernichtend gewesen, inmitten der Ruinen und des Gestanks brennenden Fleisches war ihre Wirkung jedoch apokalyptisch. Russ' Space Wolves hatten Magnuns' Thousand Sons auf ihrer Heimatwelt Prospero angegriffen. Horus hatte sich mit seien Sons of Horus gegen den Imperator gewandt. Angrons Wold Eaters und Mortarions Death Guard hatten sich dem Kriegsherrn angeschlossen. Fulgrim und seine Emperors Children hatten versucht, Horus auf den Weg des Imperators zurückzubringen, waren aber den Einflüsterungen Horus' erlegen und hatten sich dem Kriegsherrn angeschlossen. Für die Iron Warriors schien das Universum in Wahnsinn zu versinken. Die anfängliche Verwirrung der Legion wich der Erkenntnis, dass ihre Exzesse bei der Rückeroberung Olympias keine Rolle mehr spielten, da das ganze Imperium in Flammen stand.

In dieser Stimmung schlossen sich die Iron Warriors gemäß ihren Befehlen den sechs Space Marine Legionen an, die der Imperator ausgesandt hatte, um Horus auf Istvaan V zu stellen.

Die Ereignisse auf Istvaan V sind Teil der Legenden des Großen Bruderkriegs und sollten hier nur kurz wiedergegeben werden. Die Iron Warriors schlossen sich zusammen mit den Night Lords, Word Bearers und der Alpha Legion den Rebellen an, um die verbliebenen drei loyalen Legionen der ausgesandten Streitmacht zu vernichten.

Nach Istvann liess Horus die Iron Warriors auf das Imperium los. Nicht länger von verdammnisgezeichneten Missionen gebunden, entwickelte die Legion eine fürchterliche Energie, und auf dutzenden Welten ersetzten Iron Warriors Kriegsschmiede die rechtmäßigen Herscher und die planetare Bevölkerung musste künftig im Schatten der befestigten Zitadellen schuften und ihren neuen Herren Tribut zollen.

Ein großes Kontingent der Legion begleitete Perturabo nach Terra, wo er persönlich die Belagerung des Imperialen Palastes koordinierte. Dabei erwiesen sich die Fähigkeiten des Primarchen von unschätzbarem Wert für die Rebellen und die Iron Warriors fühlten eine unterschwellige Befriedigung beim Niederreißen der Bollwerke des Imperators. Die Belagerung endete, als der Imperator Horus auf seinem Schlachtkreuzer stellte und im Zweikampf besiegte. Wie viele Anhänger des Kriegsherren flohen auch die Iron Warriors in den Wirbel des Chaos, wo sie sich eine neue Heimatwelt eroberten, um voller Verbitterung über die Vergangenheit Rache zu schwören.

Der Rest der Iron Warriors verteidigte verbissen ihr kleines Reich auf Olympia und den vielen Garnisionsplaneten, aber es gab für die Verräterlegionen kein Entkommen vor der Vergeltung der loyalen Space Marines. Unterstützt von den Ultramarines führten die Imperial Fists über ein Jahrzehnt lang einen Kreuzzug gegen die besetzten Welten, um sie aus de Klauen der Iron Warriors zu befreien. Sie mußten allerdings erkennen, dass die Verräterlegion wie ein widerhakenbesetzter Pfeil ist - man riskiert, das getroffene Opfer noch stärker zu verletzten, wenn man ihn entfernen will. Die Ordensfestung auf Olympia widersetzte sich dem Ansturm noch zwei Jahre und sprengte schließlich ihre Munitionslager, als der Fall der Zitadelle unausweichlich war. Olympias Oberfläche war nach diesen Kämpfen nur noch eine verwüstete Trümmerlandschaft und die Welt wurde Damnatus erklärt.
 

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