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  Datum:.......................190321.M41
Titel:..........................Risiken
Ref:.......................451_astar_08
Klasse:..........................Lexika
Sicherheitsstufe:.................Gamma

Risiken

Quelle: White Dwarf Datenbank 55 10.00

Auch wenn die Orden nur die tauglichsten Kandidaten auswählen, überstehen doch nicht alle die Strapazen der Operation und des Trainings. Dies liegt zum einem an dem bereits erwähntem Verfall (Ref. 451_astar_04) des Wissens und der Technologie im Laufe der Jahrtausende, der die Auswahlverfahren weniger effektiv macht, als sie es einmal waren. Auch die Operationspraktiken sind in einigen Fällen alles andere als zufriedenstellend. In vielen Orden sind die chirurgischen Methoden stark ritualisiert und werden oft von Gesängen, Gebeten, Fastenzeiten und anderen mystischen Praktiken begleitet, die die medizinische Effizienz beeinträchtigen. Auch diverse Mutationen verschiedener Implantate können zu Ausfällen während der Ausbildung oder im späterem Leben des Space Marines führen. Das Implantat der Phase 17 (Ref. 451_astar_03) führt zum Beispiel bei den Space Wolves zu einer übermäßig starken Ausbildung der Eckzähne, die das ganze Leben des Space Marines hindurch weiter wachsen. Die Space Wolves sehen dies aber nicht als Fehler an, sondern betrachten es als Ehrensymbol und Teil der Geschichte des Ordens. Sogar die Organisation ihrer Truppen basiert auf diesem Gendefekt, so dass die ältesten Kriegern mit den längsten Zähnen, die denen eines Wolfes gleichen, als Wolfsfänge bekannt sind und die Devasortrupps des Ordens bilden.

Ein anderer Orden, über den es weit verbreitete Gerüchte gibt über fehlerhafte Gensaaten gibt, sind die Blood Angels. Die Space Marines dieses Ordens verfallen im Kampf oft in einen Zustand der wütenden Raserei, als "Schwarze Wut" bekannt, der sie in tobende Berserker verwandelt, die nach Blut und rohem Fleisch ihrer Feinde dürsten. Die Blood Angels suchen bereits seit Äonen nach einer Heilung für den Fluch des Sanguinius, behandeln diejenigen Brüder, die der Schwarzen Wut unterliegen, aber gleichzeitig mit Ehrerbietung und organisieren sie zu hocheffektiven Schocktruppen der Todeskompanie, die praktisch schmerzunempfindlich sind und ihre Feinde mit bloßen Händen zerreißen.

Ein weiteres extremes Beispiel für mutierte Gensaaten lässt sich im Orden der Black Dragons finden, wo das Ossmodula-Implantat auf abnormale Weise funktioniert. Diese Funktionsstörung führt zur Bildung eines Knochenkamms auf dem Schädel und scharfzackigen Auswüchsen an Unterarm und Ellbogen. Wie bei den Blood Angels werden auch bei den Black Dragons Krieger mit derartigen Merkmalen in eigenen Kampfeinheiten konzentriert, die als "Drachenklauen" bezeichnet werden. Drachenklauen schärfen ihre Knochenauswüchse noch zusätzlich und verstärken sie mit Adamantium, um so tödliche Nahkampfwaffen zu erhalten.

Sobald ein Implantat nicht wie vorgesehen funktioniert, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Synchronisation des gesamten Metabolismus des betroffenen Space Marines versagt. Der Krieger kann dabei in katatonische Starre oder übermäßige Hyperaktivität verfallen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zu seinem Tod führt.

Die Unglücklichen, die nicht sterben, erleiden meist unheilbare mentale Schäden und verkommen zu mordlustigen Irren oder sabbernden Schwachsinnigen. Befindet sich ein Orden auf Sollstärke, wird diesen Brüdern gnadenvoll der Frieden des Imperators zuteil. Mangelt es einem Orden jedoch aufgrund hoher Verluste an Kämpfern, wird den betroffenen erlaubt, weiterzuleben und in besonderen Einheiten für ihren Orden zu sterben. Diejenigen, die unkontrollierbare psychopathische Tendenzen aufweisen, werden zum Beispiel in Selbstmordkommandos organisiert und bei Sturmangriffen eingesetzt. Einige Orden gehen sogar so weit, die Bildung solcher Kreaturen zu begünstigen und mutierte Zygoten zu implantieren. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass diese Verfahrensweise äußerst gefährlich ist und vom Imperium nicht empfohlen wird, aber alte Traditionen lassen sich schwer ausrotten.
 

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