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  Datum:.......................150321.M41
Titel:.......................Implantate
Ref:.......................451_astar_03
Klasse:..........................Lexika
Sicherheitsstufe:.................Gamma

Implantate

Quelle: White Dwarf Datenbank 55 10.00

Im folgendem werden die 19 Implantate beschrieben, die von den Wissenschaftlern des Imperators vor Äonen geschaffen wurden. Jedes einzelne ist hochkompliziert aufgebaut, und da viele Organe nur in Zusammenarbeit mit einem oder mehreren anderen Implantaten funktionieren, kann das Entfernen eines Organs oder eine Mutation direkte Auswirkungen auf die Funktionsweise aller Implantate haben. Aus diesem Grund müssen alle Implantate ständig überwacht werden und viele Space Marines müssen sich immer wieder korrigierenden chirurgischen Eingriffen und Chemotherapien unterziehen, um ihren Metabolismus neu auszubalancieren.

Phase 1 - Das Zweite Herz (10-14 Jahre). Dies ist das einfachste und eigenständigste aller Implantate. Das Zweite Herz ist in der Lage, die Blutversorgung des Körpers und damit alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten, selbst wenn das Primärherz des Space Marines ausfällt. Das Implantat ermöglicht es dem Krieger außerdem, in einer Umgebung mit niedriger Sauerstoffkonzentration zu existieren und schwere traumatische Verletzungen zu überstehen.

Phase 2 - Die Ossmodula (10-12 Jahre). Die geringe Größe dieses röhrenförmigen Organs steht im Gegensatz zu seiner komplexen Struktur. Die Ossmodula überwacht uns steuert die Produktion von Hormonen, die die molekulare Fusion und Knochenbildung des Skeletts beeinflussen. Die von der Ossmodula produzierten Hormone regen die im Wachstum befindlichen Knochen des Aspiranten außerdem dazu an, keramikhaltige Chemikalien zu absorbieren, die der Nahrung des werdenden Space Marines beigefügt werden. 2 Jahre nach der Implantation wird dies zu einer erheblichen Stärkung der Knochenstruktur und einer Zunahme der Skelettmasse des Aspiranten geführt haben. Die Rippen des Brustkorbs werden sich außerdem verbreitert und eine natürliche Panzerung aus überlappenden Knochenplatten gebildet haben.

Phase 3 - Die Biscopea (10-12 Jahre). Dieses kleine, scheibenförmige Organ wird im Brustkorb implantiert und wirkt ähnlich wie die Ossmodula durch Absonderung von Hormonen. Die Anwesenheit der Biscopea stimuliert das Muskelwachstum im gesamten Körper des Space Marines.

Phase 4 - Das Haemastamen (12-14 Jahre). Dieses winzige Organ wird in eine Hauptarterie oder sogar dem Herz implantiert. Das Haemastamen überwacht und kontrolliert bis zu einer gewissen Stufe die Implantate der Phase 2 und 3. Das Organ verändert außerdem die Blutzusammensetzung des Space Marines, so dass dieses viel effizienter als normales menschliches Blut ist. Dies ist auch dringend nötig, wenn man bedenkt, wie stark der Körper eines Space Marines biologisch aufgerüstet wurde!

Phase 5 - Larramas Organ (12-13 Jahre). Dieses leberförmige, dunkle, fleischige Organ hat die Größe einer Kinderhand und wird im Brustkorb implantiert, wo es über ein kompliziertes Arterien- und Venennetz mit dem Blutkreislauf verbunden ist. Das Organ produziert und speichert die sogenannten "Laramzellen". Wenn der Space Marine verwundet wird, werden diese Zellen in den Blutkreislauf injiziert, wo sie sich an den Blutkörpern anheften und zur Wunde transportiert werden. Sobald sie in Kontakt mit der Luft kommen, bilden die Laramzellen eine Art Hautersatz, der die Wunde versiegelt, den Blutverlust stoppt und die Wunde vor Verschmutzung und Infektion schützt.

Phase 6 - Der Cataleptische Knoten (14-17 Jahre). Dieses Gehirnimplantat wird üblicherweise durch ein kleines, in den Hinterkopf gebohrtes Loch eingeführt. Das erbsengroße Organ beeinflusst den Schlafrhythmus des Space Marines und die Reaktion des Körpers auf Schlafentzug. Normalerweise hält der Space Marine einen ähnlichen Schlafrhythmus wie ein normaler Mensch ein, so dass sich der Cataleptische Knoten nur im Falle längeren Schlafentzugs aktiviert. Durch dieses Implantat ist der Space Marine in der Lage, gleichzeitig zu schlafen und wach zu sein, indem er einfach Teile seines Gehirns abwechselnd in einen Schlafzustand versetzt. Auch wenn dieser Vorgang kein Ersatz des normalen Schlafrhythmus darstellt, erhöht er doch die Überlebenschancen eines Space Marines erheblich, der sich auch im Ruhezustand seiner Umgebung bewusst ist.

Phase 7 - Der Präomnor (14-16 Jahre). Der Präomnor ist ein größeres Organ, das im unterem Brustkorb ruht und es dem Space Marine ermöglicht, eine Vielzahl normalerweise unverdaulicher oder sogar giftiger Stoffe zu verzehren. Im Präomnor selbst findet sich allerdings kein Verdauungsprozess statt, vielmehr wird aufgenommene Nahrung hier von organischen Sensoren nach potentiellen Giften und Schadstoffen untersucht und diese werden neutralisiert. Im Notfall kann sich der Präomnor auch vom Rest des Verdauungstrakts abkapseln, um den Körper vor Schaden zu bewahren.

Phase 8 - Das Omophagea (14-16 Jahre). Dies ist ein äußerst kompliziertes Implantat, das sich effektiv zwar als Teil des Gehrins entwickelt, aber in der Wirbelsäule zwischen Hals- und Brustwirbeln zu finden ist. Es ist mit 4 Nervenflügeln verbunden, die sich zwischen Wirbelsäule und Präomnor befinden. Das Omophagea dient dazu, genetische Informationen in Form von Erinnerungen, Erfahrung oder natürliche Fähigkeiten aus tierischem Gewebe zu extrahieren. Dies verleiht dem Space Marine eine äußerst ungewöhnliche Überlebensfähigkeit. Er kann buchstäblich einige der Erinnerungen einer Kreatur absorbieren, indem er ich Fleisch verzehrt. Eine Eigenschaft, die besonders in einer fremdartigen, unbekannten Umgebung von Vorteil ist. Dieses Organ ist auch für die Entstehung diverser Rieten verantwortlich, die das Verzehren von Fleisch und das Trinken von Blut beinhalten und für die mehrere Orden berühmt sind (z.B. Blood Drinkers, Flesh Tearers usw.)

Phase 9 - Die Multilunge (14-16 Jahre). Ein weiteres größeres Implantat ist die Multilunge, auch "Tertiärflügel" oder Lungenfilter genannt, ein röhrenförmiges, graues Organ, das an das Atmungssystem des Space Marines angeschlossen wird und über einen Schließmuskel mit der Luftröhre verbunden ist. In einer toxischen Atmosphäre zieht sich der Muskel zusammen und versiegelt die Luftröhre, um die Lungen des Space Marines zu schützten. Eingeatmetes Gas wird in eine Multilunge geleitet, die in der Lage ist, auch aus einer sauerstoffarmen oder giftigen Atmosphäre Sauerstoff zu extrahieren. Noch wichtiger ist aber, dass sie dank ihrer effizienten Entgiftungs-, Neutralisations- und Regenerationssysteme dabei selbst keinen nennenswerten Schaden erleidet.

Phase 10 - Das Occulobus (14-16 Jahre). Dieses kleine schneckenförmige Organ sitzt an der Unterseite des Gehirns und ist für die Produktion von Hormonen und Chemikalien verantwortlich, die die Augen des Aspiranten empfänglich für weiterführende Optotherapien machen. Das Occulobus selbst bewirkt keine Verbesserung , sondern erlaubt den Priestern das Wachstumsverhalten des Auges und der Retina zu regulieren. Ein ausgewachsener Space Marine verfügt daher über wesentlich bessere Augen als normale Menschen und kann selbst bei schlechten Lichtverhältnissen so gut sehen wie am hellen Tag.

Phase 11 - Das Layman'sche Ohr (14-16 Jahre). Dieses Organ ermöglicht einem Space Marine, bewusst bestimme Geräusche zu verstärken und sogar Hintergrundgeräusche auszublenden. Dadurch verbessert sich nicht allein sein Gehör, der Space Marine leidet bei extremer Desorientierung auch nicht mehr unter Übelkeit und Schwindelgefühl. Äußerlich ist das Layman'sche Ohr von einem normalem Ohr nicht zu unterscheiden.

Phase 12 - Die hypovegetative Membran (15-16 Jahre). Dieses dünne, scheibenförmige Organ wird auf der Oberseite des Gehirns implantiert, wo es mit dem Gehirn verwächst. Allerdings ist es ohne Chemotherapie und entsprechendem Training ineffektiv. Ein Space Marine, der richtig behandelt und unterwiesen wird, kann sich Dank dieses Implantats in ein künstliches Koma versetzten. Dies kann entweder bewußt geschehen oder eine unwillkürliche Reaktion auf ein physikalisches Trauma sein. In diesem komatösen Zustand kann der Space Marine jahrelang am Leben bleiben, selbst wenn er schwere Verletzungen erleidet. Lediglich eine ausführliche Chemotherapie und Hypnose können den Krieger aus diesem Stadium zurückholen - ein Space Marine kann sich nicht selbst wieder aus dem Koma lösen. Das längste hypovegative Koma, aus dem ein Space Marine, in diesem Fall Bruder Silas Err von den Dark Angels, erfolgreich erweckt wurde, dauerte über 567 Jahre (321M.37).

Phase 13 - Das Melanchrom (15-16 Jahre). Dieses halbrunde Organ ist von tiefschwarzer Farbe und arbeitet in einer indirekten, äußerst komplizierten Art und Weise. Es überwacht die Stärke und Art der Strahlung, die auf die Haut des Space Marines treffen, und löst wenn nötig, chemische Reaktionen aus, die die Hauptigmentierung verändern. So kann die Haut zum Beispiel verdunkelt werden, um sie vor ultravioletter Strahlung zu schützen. Das Melanchrom, auch als Melanchromisches Organ genannt, bietet weiterhin begrenzten Schutz gegen andere Strahlungsformen. Unterschiede in der Gensaat des Melanchrom führen von Space Marine zu Space Marine, von Orden zu Orden, zu Unterschieden in Haar- und Hautfarbe. In einigen Orden teilen allerdings alle Space Marines eine Haut- und Haarfarbe, so zum Beispiel die Albionkrieger des Death Spectres Ordens.

Phase 14 - Die Oolotische Niere (15-16 Jahre). Dieses rotbraune, herzförmige Implantat verbessert und modifiziert die Flüssigkeitszirkulationssysteme des Space Marines und ermöglicht es den anderen Implantaten, richtig und mit voller Leistungsfähigkeit zu arbeiten. Die Oolotische Niere kann außerdem Blut unglaublich schnell und effizient filtern. Das Organ ist darauf abgestimmt, mit dem 2. Herzen (siehe Phase 1) harmonisch zusammenzuarbeiten und einen Entgiftungsprozess durchzuführen, der das gesamte Blut des Space Marines bei extrem hohem Puls säubert, während der Krieger in vorübergehende Bewusstlosigkeit versetzt wird. Dies ermöglicht es einem Space Marine, Gifte und Gase, die selbst für die Multilunge und den Präomnor zu stark sind, wirkungsvoll zu neutralisieren.

Phase 15 - Neuroglottis (15-16 Jahre). Während der Präomnor den Space Marine davor bewahrt tödliche Nahrung zu verdauen, ermöglicht es ihm die Neuroglottis potenziell verdaubare Stoffe am Geschmack zu identifizieren. Das Organ selbst wird im hinterem Rachenraum implantiert. Durch Kauen oder einfaches Schmecken kann der Space Marine eine Vielzahl natürlicher Gifte, einige Chemikalien und ein begrenzter Umfang charakteristischer Gerüche spezieller Kreaturen erkennen. Damit ist der Space Marine in der Lage sein Ziel anhand seines Geschmacks bzw. seiner Pheromone zu verfolgen.

Phase 16 - Das Mucranoid (16 Jahre). Dieses kleine Organ wird in den unteren Eingeweiden implantiert, wo sein Hormosekret vom Dickdarm absorbiert wird. Dieses Sekret bewirkt eine kontrollierbare Mutation der Schweißdrüsen, die allerdings so lange ohne Wirkung bleibt, bis der Space Marine einer entsprechenden Chemotherapie unterzogen wird. Als Ergebnis dieser Behandlung beginnt der Space Marine eine ölige, reinigende Flüssigkeit auszuschwitzen, die seine Haut bedeckt. Dadurch ist der Kämpfer vor extremen Temperaturen und sogar bis zu einem gewissen Grad gegen absolutes Vakuum geschützt. Mucranoide Chemotherapie ist eine Standartprozedur vor längeren Raumfahrten sowie bei Kämpfen im Vakuum oder extrem dümmer Atmosphäre.

Phase 17 - Betchers Drüse (16-17 Jahre). Zwei dieser Organe werden in der Unterlippe, entlang der Speicheldrüsen oder in den Kieferknochen implantiert. Betchers Drüse arbeitet ähnlich wie Giftdrüsen diverser giftiger Reptilien, indem sie eine giftige Substanz synthetisiert und speichert. Durch die Gegenwart der Drüse wird der Space Marine automatisch gegen derartige Toxine immunisiert und ist außerdem in der Lage, ein Kontaktgift auszuspucken. Dieses Gift ist außerdem äußerst korrosiv, so dass ein gefangen genommener Space Marine sich innerhalb weniger Stunden buchstäblich durch Gitterstäbe und Ketten hindurchfressen kann.

Phase 18 - Die Progenoide (16-18 Jahre). Jeder Space Marine besitzt 2 dieser Organe, eins im Nacken, das andere tief im Brustkorb verborgen. Die Progenoide sind von unbeschreiblicher Wichtigkeit für das Überleben eines Ordens, denn während ihres Wachstums absorbieren diese Implantate Hormone und Genmaterial der anderen Implantate. Nach 5 Jahren ist das Nackenimplantat ausgereift und bereit zur Extraktion. Nach 10 Jahren ist das Brustimplantat bereit entfernt zu werden. Nachdem sie ausgereift ist, kann eine Progenoiddrüse jederzeit entfernt werden. Ausgewachsene Progenoide enthalten jeweils ein Exemplar der Gensaat jedes Implantats, dessen Zygote dem Space Marine eingepflanzt wurde. Damit stellen Progenoide die einzige Quelle dar, aus der ein Orden Gensaaten für die Erschaffung neuer Space Marines beziehen kann. Sobald sie operativ entfernt wurden, müssen Progenoide sorgfältig bearbeitet und alle enthaltenen Gensaaten auf Mutation geprüft werden. Ordnungsgemäß gelagert können Gensaaten praktisch über einen unbegrenzten Zeitraum hinweg aufbewahrt werden.

Phase 19 - Der Carpax (16-18 Jahre). Dies ist das letzte und offensichtlichste Implantat, das während der Wachstumszeit in den Zuchtbecken wie ein schwarzer Plastikfilm aussieht. Der Film wird dann aus seiner Nährlösung entnommen, in Stücke geschnitten und unter der Haut des Torsos des Space Marines implantiert. Innerhalb weniger Stunden verhärtet sich das Äußere des Carpax und das Organ beginnt Nervenbündel zu bilden, die sich mit dem Nervensystem des Space Marines verbinden. Nach einem Monat ist der Carpax vollständig ausgebildet. Dann werden dem Space Marine Neuralsensoren implantiert und Transfusionspunkte in den ausgehärteten Carpax geschnitten. Diese künstlichen "Verbindungsstellen" entsprechen der Plazierung von Sensoren in der Servosrüstung, die mit Bewegungs-, Kreislaufüberwachungs- und Wartungssystemen gekoppelt sind. Ohne den Carpax wäre die Servorüstung eines Space Marines weitgehend nutzlos.
 

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