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  Datum:.......................150321.M41
Titel:..................Orkspezialisten
Ref:.......................451_alien_02
Klasse:..........................Lexika
Sicherheitsstufe:..................none

Orkspezialisten

(Andy Chambers)
I.) Einleitung (Ref.Code 451_orken_01)
A.) Ork Mediziner (Ref.Code 451_orken_02)
B.) Ork Ingenieure (Ref.Code 451_orken_03)
C.) Ork Sklaventreiber (Ref.Code 451_orken_04)

Quelle: White Dwarf Datenbank 64 10.99

Orkoide Subspezies Kastentyp A: Ork Mediziner
Orkus Anzion Metzgerus
(gemeinhin als "Dokz" oder "Painboyz" bekannt)

Überblick: Vom menschlichen Standpunkt aus sind die "Dokz" mit Sicherheit die furchterregensten der "Oddboyz". Diese auch als "Painboyz" bezeichneten Individuen sind das, was bei den Orks Ärzten oder Chirurgen am nächsten kommt. Sie demonstrieren ein tiefgreifendes und anhaltendes Interesse an Schmerz, wie Kreaturen aller Art funktionieren und, was einen Dok am meißten interessiert, welches Ausmaß an Schaden oder Entbehrungen Patienten hinnehmen können, bevor sie ausfallen.

Die natürliche Widerstandsfähigkeit und Ausdauer der Orks ist legendär. Sie spüren kaum Schmerzen von Verletzungen und heilen in einer erstaunlich kurzen Zeit von allem außer extrem verstümmelten Verletzungen. Unsere Observationen weisen allerdings darauf hin, dass nur die übelst verwundeten Orks freiwillig einen Dok auch nur in ihre Nähe lassen würden. Die meißten Orks legen sich nur auf "da Bank" (ein Orkbegriff für den rostigen Stahltisch, auf den die meisten "Dokz" ihre Patienten/Opfer schnallen), wenn sie durch ihre Verletzungen das Bewußtsein verloren haben oder, was durchaus häufig geschieht, vom Dok oder einem seiner Grotassistenten einen unerwarteten Schlag auf den Hinterkopf erhalten haben.

Nachdem der Patient komplett betäubt ist (oder, wie manche Doks sagen, "sich entspannt hat"), was oft durch wiederholte Schläge oder Injektionen erreicht wird, beginnt der Dok sein Werk. Schrapnelle werden herausgeschnitten, Verbände und Wundpressen angelegt, um die Blutungen zu stoppen, Wunden werden grob vernäht oder zugeheftet und Amputationen (oft unnötige) werden vollzogen. Sobald der Dok seinen Patienten stabilisiert hat, wird er darüber nachdenken, welche experimentellen Verfahren er an ihm ausprobieren könnte. "Dokz" scheinen konstant mit der Transplantation von Gliedmaßen, Organen und selbst Gehirnen zu experimentieren, mit schwankenden Erfolgsraten (für genauere Informationen zu diesem Thema siehe Biologisdatei AM/931.43417315/XB/ D.665-1021 und, falls der Zugriff darauf freigegeben wird, die Autopsiberichte XI-XXXVII aus De Xenos Maleficorum). Es wurde darauf geschlossen, dass diese Experimentierfreudigkeit durch genetisch implantiertes Verlangen verursacht wird, praktische Anatomie zu erlernen und die Parameter der Fähigkeiten des "Dokz" zu testen.

"Dokz" sind offensichtlich daran interessiert, neue bionische Gliedmaßen und Ersatzteile auszuprobieren, die mit Hilfe eines Ork Ingenieurs (Mitglied einer anderen Kaste, genaueres dazu später) gefertigt wurden. Bionische Apparaturen sind, wie die meisten ihrer Gerätschaften, primitiv aber effektiv. Für jene ohne praktisches Wissen über orkoide Physiologie erscheint es unfaßbar, dass Orks die Implantation solcher Geräte überstehen können, die für gewöhnlich ins Fleisch genagelt und an die Knochen geschraubt werden. Bei den Orks wurde schon eine gewaltige Bandbreite bionischer Ersatzteile beobachtet, mehr als bei jedem anderem Volk, mit Ausnahme vielleicht unserer eigenen Brüder vom Adeptus Mechanicus.

Bionische Arme und Beine der Orks enthalten routinemäßig zusätzliche Klingen, stacheln oder integrierte Waffen, vermutlich um den Patienten für die Unpäßlichkeit zu entschädigen, dass die Gliedmaße sich gelegentlich in zufälliger unkontrollierbarer Weise verhält. Bionische Augen werden oft aus Zieloptiken oder Sensoren gebaut, die von Schlachtfeldern geborgen werden. Die Krönung des Schaffens des "Dokz" besteht darin, einen funktionstüchtigen "Cybork" zu erschaffen, eine unheilige Verschmelzung von Ork und Maschine (Ref. Dat. 998-1002)

Erscheinung: Man sieht "Dokz" in der Regel mit freiem Oberkörper, blutverschmierten Händen und einer fleckigen Schürze voller Blutrückstände und Gewebeklumpen. Einige "Dokz" haben Leuchten und linsenähnliche Apparaturen um die Stirn geschnallt (womöglich in einer Kopie menschlichen medizinischen Personals).

"Dokz" sind meist mit einer Art Knarre bewaffnet (eine schwere Pistole orkischen Typs), soeiw eine Ansammlung unsterilisierter (und häufig rostiger) Knochensägen, Bohrer, Messer und Spritzen. Im allgemeinen werden sie von einer kleinen Gruppe Grotsklaven begleitet, die als "Assistänt'nz" bezeichnet werden, welche ihnen Verbände, Skalpelle, Meißel, Hammer und anderes hinterhertragen.

Einsatz: "Dokz" wurden schon in der Leibgarde von "Waaaghbossen" in der Schlacht gesehen, wo sie verwundete Orks reparierten, damit diese wieder zurück ins Gefecht konnten. Ein Dok wird wie jeder Ork mit extremer Wildheit kämpfen, dabei aber immer ein Auge darauf halten, gefallene Orks nach der Schlacht als "Patienten" versorgen zu können.
 

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