Wisdom 4 Pfad der Tugend
Am 7.6. bis 9.6. stieg der Wisdom 4 - Pfad der Tugend auf der
Dreibrunnenwiese Nähe Mosbach (Kostenfrage: günstigst). Die Location ist
ein Traum für sich, ein schöner kleiner Zeltplatz durch dessen Mitte
sich ein Fluss schlängelt. Es gibt einen Frischwasseranschluss sowie ein
größeres Toilettenhaus. Gleich daneben findet sich ein Wald sowie eine
größere Wiese - man war bis auf den dreimaligen Besuch eines Eiswagen
ungestört.
Anreise war Freitag der 7.6.. Gegen Abend waren endlich die meisten
Spieler angekommen (durch einen Poststreik erhielten nicht alle Spieler
die Anmeldebestätigung und die Anfahrtsbeschreibung). Einchecken und
Zeltaufbau gingen problemlos vonstatten (will heißen niemand versuchte
eine Blankwaffe mitzunehmen oder sein Zelt abzufackeln ;)) Dann ging es
auch schon Intime.
Der Plot war simpel gehalten und wurde leider von vielen Spielern am
ersten Abend schlichtweg ignoriert. Planmäßig näherte sich die
Heldengruppe nach langer Reise dem Zeltdorf (man blicke auf die
Hintergrundgeschichten von Wisdom 1-3). Am Dorf angekommen, es war
mittlerweile Abend, wurde man Zeuge eines blutigen Rituals an einem
Altar. Bogenschützen hielten die Helden auf Abstand, was leider einige
Spieler einfach ignorierten und entweder Diskussionen anfingen bzw. sich
daran machten die Schützen einfach zu umgehen. Nun es kam wie es kommen
musste (und sollte) und es entbrannte eine chaotische Schlacht um den
Stein.
Viele SCs peilten einfach nicht wer hier die ‘Bösen’ waren und teilten
auch mal großzügig eigene Pfeile mit den gegnerischen NSCs wenn denen
diese ausgegangen waren, feiner Zug - keine Frage. Nun gut der Altar
hatte genug und die zwei Magier welche das Ritual leiteten riefen zum
Rückzug, obgleich ohnehin nicht mehr viel übrig war was sich
zurückziehen konnte. Überlebende waren von einer größeren Gruppe NSCs
die beiden Magier, 2 Bogenschützen ohne Pfeile und 2 Söldner. Man
beschloss sich unauffällig (es war ja dunkel) unter die Lagernden zu
mischen.
Diese hatten natürlich nichts besseres zu tun als alle fröhlich in der
Taverne zu verschwinden und den Wirt um seine Alkoholreserven zu
erleichtern. Genau 5 Spieler kümmerten sich um den seltsamen Schrein,
sammelten Hinweise aus den Besitztümern der gefallenen NSCs und stellten
weitere Informationsbeschaffungspläne auf.
Besonderes Lob verdient hierbei ein Totenpriester (Webbie der Larp-Welt)
welcher ein ca. 20minütiges Gebet vor dem Schrein abhielt was leider
absolut keine Sau interessierte. Als braver NSC sammelte ich derweil von
den wenigen welche sich für den Schrein interessierten Informationen
welche der SL dienlich sein könnten (und kurbelte natürlich fleißig am
Plot *G*).
Anschließend führten auch meine Schritte mich (ich gebe es ja zu ;))
immer öfter zur Taverne. Irgendwann in den späten Abend- bzw. frühen
Morgenstunden griffen noch einige Untote vom nahen Friedhof das Lager
an, plätteten zweimal die halbe Taverne (der Wirt sackte einmal auf mich
drauf, ein schweres Kerlchen ;)) und wurden anschließend niedergemacht.
Besonders lustig war das erste mal als die Untoten herein stürzten und
die Hälfte aller SCs, welche noch auf den Beinen waren, einfach durch
die Taverne schoben und hinten wieder heraus kamen (Zelttaverne) :]
Entfernt bekam ich noch den Auftritt eines Insektoidens mit an dessen
Höhle ich vor Con-Beginn mitgebaut hatte. Zu dem Zeitpunkt war ich
allerdings nicht mehr wirklich nüchtern und teilte später sogar mit dem
Insektoiden (SL) das ein oder andere Bierchen in der Taverne.
Irgendwann ging dann plötzlich die Sonne auf - es wurde Tag. Ein rascher
Blick in die Runde bestätigte meine Vermutung: Ich war der einzige von 3
Überlebenden welche die Nacht durchgemacht hatten. Vielleicht hat schon
der ein oder andere von dem legendären “Nichts” gehört welches auf
Wisdoms großzügig ausgeteilt wird, das Zeugs hats in sich das sag ich
euch! Müde und plötzlich wieder ziemlich nüchtern kratzten wir Feuerholz
zusammen und setzten Kaffee auf. In den Morgenstunden passierte
(typischerweise) so ziemlich nüx
In der Nacht machte noch eine Gruppe Orks den Spielern das Leben schwer.
Die Angriffe der Grünlinge wurden auch am Tage erfolgreich fortgesetzt
da die Orks besseres zu tun hatten als schwertschwingend ins Lager zu
stürmen und sich niedermachen zu lassen. Man lauerte einzelnen Gruppen
im Walde auf, schlug zu, pickte sich ein oder zwei aus der Heldenreihe
heraus und ward auch schon wieder verschwunden. Diese Taktik
funktionierte besonders in der Nacht sehr gut da die Spieler natürlich
keine Lampen mit in den Wald nahmen (es war stockdunkel!). Begründung?
Man könnte sie ja sehen - das Scheppern der Volldosen welches dagegen
meilenweit zu hören war machte natürlich nichts aus =) Ursprünglich
wollte ich ja nur bei den Orks mitspielen da ich die Spieler schon
vorher kannte aber als ich dann als NSC 2 ziemlich üble Treffer abbekam
(Ich danke Gott jetzt noch für meinem Helm mit Nasenschutz) hatte ich
davon die Schnauze voll. Das Nachspiel nach meinem Ableben schildere ich
nun lieber nicht mehr
Gegen Mittag wurden dann mit einzelnen NSC-Aktionen immer mehr Hinweise
ausgestreut. Eine kleine Gruppe Spieler welche sich aktiv um den Plot
kümmerten sammelte alle Informationen und zu guter letzt formte sich ein
recht klares Bild der Situation. Der Schrein ward entweiht worden um
irgend etwas ziemlich Fieses freizulassen. Da der Schrein bereits soweit
beschädigt war dass dieses Böse alleine würde entkommen können musste
der Schrein wieder verschlossen und geweiht werden. Besonders tolles
Spiel kam hier dem Lagerschmied, dem Totenpriester und einigen Kendern
(bzw. irgend was anderem Spitzohriges zu Zumindest habe ich das mal
so mitbekommen
Gegen Abend gab es dann einen kleinen Notfall in der Taverne bei dem
sogar der Notarzt anrücken musste. Hier lief die SL zur Höchstleistung
an was ich ihr an dieser Stelle sehr zu Gute heißen muss. Zum Glück war
am nächsten morgen, zu meiner eigenen Erleichterung, wieder alles in
Ordnung.
Ja vom Ende habe ich dann wenig mitbekommen. Durch den Notfall verschob
sich die Endschlacht um den Schrein (nach großen Palaver *g*) bis spät
in die Nacht. Nach einer durchgemachten Nacht und einer halben weiteren
plus dem Notfall in der Taverne war ich ziemlich aus dem Konzept
gebracht und beschloss mich in mein Zelt zu trollen während die anderen
noch ein Weilchen feierten (man muss ja schließlich auch an den nächsten
Tag denken - also mit 2 durchgemachten Nächten ohne Schlaf wäre ich am
Sonntag nicht mehr nach Hause gekommen *gg*). Offenbar wurde der Riss im
Altar durch eine Selbstopferung wieder geschlossen wo ich aber leider
nicht mehr dabei war.
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