..für heute vollbracht. Auf der Autobahn unterwegs zur Arbeit ist ein VW liegen geblieben und zwei der Jugendlichen darin mussten dringend zu einem Wettkampf in Kiel. Da war ich schon lange nicht mehr und das Spritgeld habe ich auch wieder bekommen
Schön, wenn man helfen konnte. Ein wirklicher Umweg war es auch nicht, da ich ja in der Gegend gerade arbeite.
Tja - und im Anschluss habe ich dem Firmenwagen ein paar ordentliche Kratzer verpasst. Warum muss mir so etwas passieren? Ich rutsche elegant über/durch Laub, Wasser und Eis, komme mit heftigen Windböen, Regen Regen Regen und miesen Stoßdämpfern zurecht und bei schnöden Rückwärtsfahren streife ich eine Mauerecke, die sich hybsch niedrig im toten Winkel versteckte. Natürlich steht der Chef daneben. Mal sehen wie ich das wieder gerade gebogen bekomme
Wobei verbogen ist ja zum Glück nichts und zwei Spraydosen in Wagenfarbe sind auch noch da.
Für den Rest des Tages habe ich mich direkt an die Hafenmauer geparkt und dem Treiben der Wellen bei ausnahmsweise sternenklarer Nacht mit ein paar Tassen heißen Tee zugesehen. Wenn das Foto etwas geworden ist, gibt es das hier morgen an selber Stelle.

Ein ganz normaler Tag. Erst fahre ich mit meinem T3 rüber zu A.T.U. um ein paar Kleinteile zu beschaffen. Auf der Rückfahrt liegt in einer Feldausfahrt ein anderer T3 und eine siebenköpfige Familie steht davor. Wäre das Wetter nun nicht gerade unter stürmig einzustufen, wäre ich ja von einem Wanderausflug ausgegangen. Ich bin also mal rechts ran. Nach kurzem Plausch mit dem Besitzer stellte sich heraus, dass die vordere Bremsscheibe gebrochen war, da sich der Bremssattel festgefressen hatte. Ein weiterer T3 gesellte sich auch gleich noch dazu. Da es zu Wolf ja nur ein Katzensprung war, schleppte ich Christian, so hieß der T3-Fahrer nämlich, gleich mit einem glücklicherweise vorhandenem Schleppseil mit zu Wolf zurück ab. Hier konnte er das Teil rasch auswechseln und seine Fahrt fort setzen. Wolf hat ja immer alles da. Auch nett: Die Großfamilie stammt ursprünglich aus dem Schwabenland und ist wohl erst in diese Ecke umgesiedelt. Ein wenig Heimweh macht sich bei dem unverkennbaren Akzent breit und unsere kleine Gemeinschaft hier ist einen Schrauber reicher. Busgeschichten, die das Leben schreibt. Und da gibt es wirklich noch Leute, die mich fragen, warum ich so eine alte Karre fahre!
Im Anschluss habe ich mich dann noch mal wieder selbst überwunden und einen Termin beim Friseur wahr genommen. Schweren Herzens lies ich mir einen Teil meiner Wolle abnehmen. Auch der Großteil meines Bartes musste mal wieder dran glauben. Bilder gibt es die Tage. Zum einen war es mir einfach wieder zu lang, zum anderen wurde ich inzwischen nicht mehr nur von den freundlichen Helfern in grün ständig nach Drogen gefragt. Ich möchte also ein wenig von dem Bombenlegerklischee weg kommen (!) und da ist ein gepflegter Schnitt einfach ein muss. Hier hat der T3 leider auch einen Negativeffekt, der das Bombenlegerimage noch verstärkt. Aber einen Tod muss man ja bekanntlich sterben und der Bus kommt sicher nicht weg 
Die Nase läuft, der Kopf schwirrt und mir ist entweder heiß oder kalt. Das Fieber hat mich im festen Griff und die Taschentücher gehen rapide zuneige. Draußen ist es kalt und nass und ich habe mir eine schöne kleine Erkältung geholt. Die Woche lasse ich es mal ganz langsam angehen.
Als ob das nicht genug wäre, kränkelte der Bus auch vor sich hin. Am Samstag fing es er damit an alle paar Minuten mal kurz kein Gas anzunehmen. Am Sonntag, auf der Rückfahrt nach der Arbeit, bockte er dann deutlich mehr. Heute bin ich noch mit Ach und Krach nach Schleswig gekommen und dachte mir: So komme ich nicht weiter. Am Anfang hatte ich ja noch den Spritfilter im Verdacht aber die Idee verwarf ich rasch wieder. Diagnose Lambdasonde. Motorraum auf, Lambda abgeklemmt und wieder Leistung satt. Ab zurück ins Nest. Werde die Woche mal die alte Lambdasonde von meinem alten Bus einbauen.
Nicht bei mir, aber bei der Golf-Fahrerin vor mir. Da fährt man mit gemütlichen 70km/h vom Einkaufen nach Hause, da macht es plötzlich vor mir Krach und viel Fell fliegt zappelnd auf der anderen Straßenseite in die Botanik. Zwischen dem Beruhigen der geschockten Golf-Fahrerin und dem Aufstellen des Warndreiecks denke ich mir: Da kommst du gerade aus Schweden zurück, und solltest endlich Ruhe vor Viechern auf der Fahrbahn haben, und dann so etwas. Für das Reh kommt jede Hilfe zu spät - für mein Warndreieck auch, was der nächste Gaffer prompt über den Haufen fährt. Meiner Meinung nach sollte jeder, der ein Warndreieck, das an einer Unfallstelle neben der Fahrbahn steht, über den Haufen fährt (und dann natürlich noch abhaut), gleich noch einmal in die Fahrschule geschickt werden.
Nur 15 Minuten später taucht auch der zuständige Jäger auf und sammelt das tote Reh ein. Die Polizei kommt garnicht erst, obwohl die nächste Dienststelle drei Autominuten entfernt ist. Ich wünsche der Golf-Fahrerin noch viel Spaß im Urlaub, der morgen beginnen soll, und sehe zu dass meine Einkäufe endlich in die Tiefkühltruhe kommen. Trostpflaster für die Golf-Fahrerin: Der ADAC, bei dem sie Mitglied ist, übernimmt in einem solchen Fall scheinbar die Eigenbeteiligung bei der Versicherung.