Träsk bedeutet Sumpf. Und Lång… nunja - dieser Teil des Landes besteht nur aus Sumpf und Wald. Zivilisation ballt sich in wenigen kleinen Städten und zwischen diesen findet sich eigentlich kaum etwas. Ab und an ein paar vereinzelte Höfe direkt an der Strasse und sonst Natur pur. Die Reichsstrasse wird fast nur von den Einheimischen, ein paar wenige Holztransporter und natürlich Touristen genutzt. Wie bereits früher erwähnt ist die Straße tückisch. Abgesehen von den allgegenwärtigen Rentieren und ab und an einem Elch muss man auch sonst die Augen stets offen halten.

Voller Steigungen, Gefällen und engen Kurven sowie Spurrillen und schlechtem Belag ist die Straße allerhöchstens für 90 km/h frei gegeben. Einige Teile der Strecke nur für 70 km/h. Hier oben werden nirgends unnötige Schilder aufgestellt - sieht man eines sollte man sich tunlichst an die Vorschrift halten. Ein Auge stets im Wald und eines auf der Straße ist sie trotz allem wunderschön zu befahren - zumindest im Sommer.

Geheimnisvolle Feldwege leiten zu Abstechern in die Natur ein. Brücken kreuzen Flüsse und Seen warten hinter jeder Wegbiegung und laden zum Schwimmen ein. Ab und an findet man auch ein kleines Hinweisschild: “Kaffe & Fika” was soviel wie Kaffee und Kuchen oder Teezeit bedeutet. Hier empfehlen sich kleine Zwischenstopps um später erholt weiter zu fahren.

Doch nicht nur Tiere und Natur finden sich an der Straße. Häufig findet sich ein verlassenes Haus zwischen den Büschen. Die Stadtflucht ist in einigen Teilen des Landes deutlich sichtbar und Grundstückspreise sind hier draußen unfassbar niedrig und die Nachbarn rar.

Für Stadtmenschen unvorstellbar: Wasser kommt hier aus dem Brunnen. Wenn auch elektrisch an die Oberfläche befördert lebt man hier sonst ziemlich abgeschnitten. Strom kommt “meistens” über die Überlandleitung zusammen mit dem Telefon. Doch da hört der Luxus auch schon auf. Geheizt wird mit dem hauseigenen Boiler und Feuerholz. Zum Einkaufen geht es auch gerne mal 70 Kilometer in die nächste Stadt. Klar, dass hier ohne Auto nichts geht und kein Wunder, dass jeder seine Nachbarn kennt und alle eng zusammen arbeiten.

Sep 10 2006

Schlachtung

beko | VW-Bus | 0 Comments

Es blutet das Herz doch es hilft alles nichts. Der alte Bus muss endlich geschlachtet und die Karosse fachgerecht entsorgt werden. Die letzten drei Tage wurde schwer geschwitzt und der alte Bus um viele Teile erleichtert und der neue Bus damit beladen.

Der Motor und das Getriebe sind raus. Das Herzstück ist nach wie vor voll funktionstüchtig - wenn auch überholungsbedürftig. Arbeit für lange Winterabende. Allerdings muss noch ein wenig zerlegt werden, da ich das so nicht transportieren kann. Und schwer ist der ganze Mist!!

Ich rette alles nützliche und brauchbare - darunter den halben Kabelbaum, Teile des Abgassystems und einen hübschen Haufen Kühlwasserrohre, die Volkwagen nicht mehr herstellt. Wie gut, dass ich jetzt einen Dachgepäckträger habe. Schwer beladen geht es wieder nach Hause nach Pitea. Nun muss nur noch die Karosse zum Schrottplatz. Die Pläne dafür sind auch schon geschmiedet.